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Impulse aus Celle für die Welt |
Energiesparen ist eine globale Aufgabe Celle. 12 Juli. Selbst in rohstoffreichen und sonnenintensiven Ländern wie China beschäftigen sich Fachleute mit Fragen der Nachhaltigkeit in der Ressourcenschonung. Zu groß sind schon jetzt die Auswirkungen des Raubbaus an der Natur und ihren Schätzen. Auch die Bundesrepublik Deutschland kann Asien Impulse vermitteln für zukunftsweisende Wege in der Architektur, beim Bauen und zum sinkenden Energieverbrauch in Gebäuden. Schon aus Gründen klimatischer Unterschiede im Land selbst sind Erfahrungen aus Europa wichtig und nützlich - so lautet das Fazit des Besuches einer chinesischen Expertendelegation im niedersächsischen Celle. Auf Einladung des international renommierten Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Bauphysik und Haacke-Haus informierte sich eine hochrangige Delegation der China Architecture Design Research Group (CADRG) in Celle über traditionelle und zukunftssichernde Wege der Energieeinsparung, speziell im Hausbau. Zur Begrüßung der Gäste am einzigen Besuchsort in Norddeutschland war auch Stadtbaurat Ulrich Werwath erschienen. ![]()
Haacke-Geschäftsführer Detlef Bühmann betonte, dass das Land Niedersachsen zur Vorbereitung des UNO-Gipfels Agenda-21 in Johannesburg eine Fülle an Initiativen einbringe. Zu den Vorzeigeobjekten gehöre der ökologische Wohnpark im Werder, den das Celler Hausbauunternehmen unter strengen Auflagen für eine benachbarte artengeschütze Auenlandschaft auf einer innerstädtischen Industriebrache errichtet. Alle Häuser werden durch und durch ökologisch gebaut und weisen geringe Energieverbräuche auf. Stadtbaurat Werwath betonte bei der Führung die Vorbildwirkung dieses Projekts für Kommunen, die zunehmend über das Flächenrecycling hervorragender innerstädtischer Lagen nachdenken müssen. Zum Besuchsprogramm der chinesischen Delegation gehörte neben den traditionellen Fachwerkbauten von Celle vor allem das Demonstrationsvorhaben Drei-Liter-Haus', bei dem es um zukunftsweisende Wege der Energieeinsparung im privaten Wohnungsbau geht. Unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik und mit Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums entstehen Wohnprojekte in unterschiedlicher Bauweise, ausgestattet mit verschiedenen Systemen der Haustechnik. Zwei Jahre lang werden das Nutzerverhalten und die Energieverbräuche gemessen. Die Fachleute besuchten ein Einfamilienhaus, das die Firma Haacke zu Jahresbeginn als erstes Gebäude des Gesamtprojekts an die Bauherren übergeben hat. Es ist im Drei-Liter-Haus-Standard realisiert. Eine Kontrolleinrichtung erfasst über zahlreiche Messpunkte beispielsweise das Öffnen von Fenstern, Türen oder die Regelung der Raumtemperaturen. Die Fachleute erwarten aus dem Zusammenhang von Bauweise, technischer Ausstattung, Akzeptanz der haustechnischen Systeme und Lebensgewohnheiten interessante Aufschlüsse für Wege des ressourcenschonenden Bauens in der Zukunft. In Kürze errichtet Haacke am gleichen Standort eine Stadtvilla im Passivhaus-Standard. Die chinesischen Experten zeigten sich beeindruckt vom Engagement der deutschen Bauwirtschaft für eine langfristig wirkungsvolle Schonung natürlicher Ressourcen.
Bild 2: Fotos: HAACKE-HAUS |